Pressemitteilung des Team Bildungsstreik (Stuttgart, 2.3.2010)
Am 24.2.2010 verabschiedete der Senat der Uni Stuttgart eine Satzungsänderung, um die studentischen Mitglieder im Senat von drei auf sieben zu erhöhen. Damit wurde eine der großen Forderungen aus der 30-tägigen Besetzung an der Uni Stuttgart erfüllt. Zwar müssen nun noch der Unirat Stellung beziehen und das Ministerium die entsprechende Änderung genehmigen, doch wurde der Senatsbeschluss als höchste Hürde angesehen.
Damit werden bereits zur kommenden Wahl im Juni 2010 sieben Sitze und damit 20% der Senatssitze Studierenden zur Verfügung stehen. Bei nur einer Enthaltung wurde dem durch die Studierenden eingebrachten Antrag zugestimmt, das Rektorat versammelte sich geschlossen hinter dem Anliegen.
„Als größte Gruppe der Universität verdienen wir eine angemessene Repräsentierung im Senat. Wir sind mit dem Ergebnis überglücklich und können uns nun auf unsere weiteren Ziele konzentrieren. Zum Beispiel steht die Eigenständigkeit der geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten 9 und 10 noch immer zur Disposition“ sagte Daniel Sprenger vom Team Bildungsstreik zum Senatsbeschluss. Nils Langer kommentiert, „dies ist nur eine Etappe gewesen, um dort unsere Forderungen umsetzen zu können. Wir sehen die höhere Beteiligung als Mittel, wir wollen noch viel erreichen!“
Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine umfassende Informierung der Hochschulmitglieder zum Bologna-Prozess weiter, nach den studentischen Treffen im Januar und Februar folgen im Sommer weitere drei Gesprächsrunden mit den Lehrenden; gemeinsam organisiert mit Teilen des Rektorats und der Bologna-Koordination der Uni Stuttgart.
Die Aufstockung im Senat und das neue Eckwertepapier, welches den Rahmen für die Prüfungsordnungen aller Studiengänge vorgibt, sind zwei große erreichte Ziele der Hörsaalbesetzung an der Uni Stuttgart. Sie zeigen, dass sich Protest und Engagement lohnen und direkte Konsequenzen durch Hartnäckigkeit erfochten werden können.
