Pressemitteilung vom 26.11.09
Am Donnerstag, den 26. November 2009 um 13.00Uhr haben sich insgesamt etwa 1350 Studierende zu einer Vollversammlung an der Uni Stuttgart eingefunden. Die Veranstaltung fand an 2 Standorten, einmal dem Audimax auf dem Campus Stuttgart Vaihingen mit ca. 850 Anwesenden und im besetzten Tiefenhörsaal auf dem Campus Stadtmitte mit ca 500 Anwesenden statt.
Nach der Vorstellung des Protests, der Forderungen und neuer Informationen zu der Überarbeitung des Masterplans von Rektor Ressel, wurde über die Unterstützung des Streiks und seiner Forderungen abgestimmt. Eine überwätigende Mehrheit auf beiden Versammlungen stimmte bei der Abstimmung mit „Ja“. Bei insgesamt 21 Gegenstimmen (17 Vaihingen und 4 Stadtmitte) und 14 Enthaltungen (8 Vaihingen und 6 Stadtmitte) stellen die streikenden StudentInnen einen unglaublichen Rückhalt in der Studierendenschaft fest und werden die Besetzung bis auf Weiteres unbegrenzt fortsetzen. Die Forderungen wollen sie nun gestärkt in Politik, Gesellschaft tragen.
Weiterhin laden die BesetzerInnen alle Auszubildenden, SchülerInnen, Studierenden und BefürworterInnen unserer Bewegung dazu ein, sich mit uns über unsere Ziele zu diskutieren und an unseren Veranstaltungen und Aktionen teilzunehmen.
Das streikende Kollektiv
“Voll”versammlung…. 10% der Studierenden der Uni Stuttgart stellen keine Vollversammlung dar. Nur weil man sie Vollversammlung nennt, ist es noch lange keine Vollversammlung. Ausserdem, wenn man ersthaft eine VOLLversammlung plant, sollte man schon die Kapazitäten haben um hinreichend Studenten Platz finden zu lassen. Wenn man schon nur 2 Höörsäle dafür plant, in denen höchstens 20% der Studierenden überhaupt platz finden, dann kann man doch nicht ernsthaft von einer VOLLversammlung reden.
Wovon ich noch sehr enttäuscht war, ich habt nicht in die Versammlung gefragt ob jemand DAGEGEN sprechen möchte. Habt euer ANliegen dargestellt, und abstimmen lassen. Eigentlich gehört zu so einem Thema auch eine Diskussion mit Gegenrede und das hat in beiden Hörsälen gefehlt. Find ich schwach.
Alex, die Vollversammlung hat nach der Satzung der FaVeVe stattgefunden. Die Besetzer haben alles getan, möglichst alle Studenten über die Vollversammlung zu informieren. Sie wird vollkommen richtig als VOLLversammlung bezeichnet, da alle Studenten eingeladen waren, zu ihr zu kommen. Wären tatsächlich genug Studenten erschienen, dass die Kapazitäten der beiden Hörsäle nicht ausgereicht hätten, hätten wir die Versammlung ohne größere Probleme ins Freie verlegen können. Auf schöne Folien hätte man dann halt verzichten müssen. Allerdings war aus Erfahrungswerten vom Sommer schon bekannt, dass (leider) bei weitem nicht alle Studenten dem Aufruf zur Vollversammlung folgen würden.
Nebenbei sei erwähnt, dass an betrieblichen Vollversammlungen, bei denen über wichtige dinge wie Streik abgestimmt wird, in vielen großen Betrieben auch weit weniger als 10% der Beschäftigten anwesend sind, die Abstimmungsergebnisse aber trotzdem rechtlich bindend sind. Man kann bei einer Vollversammlung nie alle Betroffenen dazu zwingen, auch zu kommen, der Name Vollversammlung ergibt sich allein daraus, dass alle Betroffenen die MÖGLICHKEIT hatten, zu kommen.
Was du zum Thema Gegenrede sagst: Ich war in Vaihingen. Da wurde explizit gefragt, ob noch jemand Fragen hat, oder was sagen möchte. Wer also eine Gegenrede hätte halten wollen, hätte das zu diesem Zeitpunkt sagen müssen. Wenn du dich nicht getraut hast oder nicht wolltest, kannst du dafür nicht den Organisatoren die Schuld in die Schuhe schieben. Es ist nicht ihre Aufgabe, für eine Vertretung der Gegenthese zu sorgen, sondern die Aufgabe derer, die für die Gegenthese sind.
Außerdem hätte in den vergangenen zwei Wochen jederzeit für dich die Möglichkeit bestanden, an einem der Plena der Besetzer teilzunehmen oder auch sonst einfach einmal in den besetzten Hörsaal zu gehen, und für deine Meinung einzustehen. Die Möglichkeit dazu steht jedem offen und über den gesamten Campus sind rote Plakate verteilt, auf denen auch auf diese Möglichkeit hingewiesen wird. Dann hättest du dich auch in den AK Vollversammlung einbringen können und die Dinge, die dir jetzt offensichtlich aufgestoßen sind, im vorhinein ansprechen und damit vielleicht ändern können.
Schwach ist nicht, wenn man etwas auf die Beine stellt und was bewegen will, schwach ist, wenn man sich selbst nicht traut, was zu tun, aber sich im Nachhinein darüber beschwert, wenn andere was getan haben.
Gruß,
Martin
“Außerdem hätte in den vergangenen zwei Wochen jederzeit für dich die Möglichkeit bestanden, an einem der Plena der Besetzer teilzunehmen oder auch sonst einfach einmal in den besetzten Hörsaal zu gehen, und für deine Meinung einzustehen.”
Erinnerst du dich vllt noch an die “Rechten frauenverachtenden Arschlöcher”? Also sorry, aber ich lass mir nicht vorwerfen, dass ich nicht für meine Meinung eintrete und nicht am Plena teilnehme. Das ihr vllt die letzten Tage nicht da war, ist einfach auf Zeitgründe zurück zuführen.
Der Punkt um Fragen stellen zu können, war zwar gut, aber eine Gegenrede ist keine Frage, und vllt gab es bei der Versammlung der keine Frage hatte aber gerne eine Gegenrede gehalten hätte. Die Abstimmung folgte aber sofort.
Und glaub mir, ich hätte zu gerne Gegenrede gehalten, aber ich kann es mir leider nicht erlauben. Ich könnte dadurch meinen Job verlieren. Und der ist mir dann doch zu wichtig.
Martin: In der Stadtmitte wurde eine Diskussion mit Hinweis auf die Plena von vorne herein abgewürgt. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit fand ich das aber okay.
Es ist immer dasselbe: Im Internet wird halbanonym gemeckert, nur im echten Leben kriegt kaum einer den Mund auf. Ich verstehe, dass es mehr Mut benötigt gegen die Meinung der Mehrheit zu sprechen, aber die Besetzer bzw. die Leute im Plenum beißen sicher nicht, zumal die Forderungen insgesamt weniger kontrovers sind als beim letzten Mal (pro/contra Studiengebühren).
Ich war letzte Woche bei x Plena und habe mich zusammen mit einem Freund dem Unmut anderer gestellt. Wir waren zu zweit da, und haben mit vielen anderen diskutiert. Wir wurden sogar für unseren Mut gelobt, dass wir als so kleine Minderheit trotzdem unsere Meinung sagen. Und Anonym bin ich bestimmt nicht. Ich denke einige von euch können zuordnen wer hier schreibt.
Dass ich bei einer “Voll”Versammlung nicht sprechen möchte, hat gute Gründe. Du kannst ja vllt mal mit Karin drüber sprechen, der hab ich erklärt warum ich nicht sprechen kann.
“Ich war letzte Woche bei x Plena und habe mich zusammen mit einem Freund dem Unmut anderer gestellt. Wir waren zu zweit da, und haben mit vielen anderen diskutiert.”
Find ich gut.
Ich bin auch nicht mit allen Forderungen einverstanden, aber ich sehe dieses mal echt die große Kontroverse nicht. Es wurde ja nicht über einen Streik oder Ähnliches abgestimmt. Es ging um ein allgemeines Stimmungsbild über die Besetzer (zu denen ich nicht gehöre) bzw. die Aktionen. Und gegen eine Verbesserung der Lehre, insbesondere der Bachelor-Studiengänge, kann doch niemand sein.
Insgesamt war es vielleicht unglücklich ohne Gegenrede, aber für Vollversammlungen, die dann mehr als eine Stunde dauern kann man noch weniger Studenten motivieren.
In Vaihingen hat die Versammlung gerade mal 20 min gedauert. Ich war um 13:30 wieder im Büro, und sie hat 10 min später angefangen. Also ich denke man kann den Studenten bei so einem Thema ruhig mehr zumuten.
In der Stadtmitte wars erst um korz vor 2 aus. Viele sind schon bei den abschließenden Wortmeldungen gegangen.
Nur mal zum Thema Vollversammlung. Wenn man so eine Versammlung einberuft, muss man normalerweise garantieren, dass jedes Stimmberechtigte Mitglied auch eine Einladung, beispielsweise auf dem Postweg erhält. Nicht umsonst wird beispielsweise auf allen Vereinsmitgliederversammlung oder ähnlichen Veranstaltungen als erstes die Beschlussfähigkeit überprüft, was normalerweise voraussetzt, dass ordentlich und satzungsgemäß eingeladen wurde.
Eine Einladung über die Website reicht nicht aus, weil man darüber nur diejenigen erreicht, die sich sowieso schon für das Thema interessieren. Auch mit Flyern oder Plakaten auf dem Campus erreicht man beispielsweise Studenten, die gerade ein Praktikum absolvieren nicht.
Ich bezweifle nicht unbedingt, dass gäbe es die rechtliche Möglichkeit eine ordentliche Vollversammlung einzuberufen, dass Ergebnis das Gleiche gewesen wäre, aber so bleibt halt dennoch der Makel, dass die demokratische Legitimation auf wackligen Beinen steht.
Nur nebenbei:
Martin hat Recht – die Engagierten haben alles in ihrer Macht stehende getan, um möglichst viele zur Vollversammlung und zur Beteiligung zu bewegen. Wer apathisch Desinteresse zeigt, indem er fernbleibt, ist wirklich selbst Schuld, wenn seine Stimme nicht gezählt wird…
Um die letzten Tage die Plakate zur Vollversammlung zu übersehen, muss man ganz schön ein „Hans-Guck-in-die-Luft“ sein!
Du hättest gerne (mit Zeit und Geld) aktiv helfen können, um die 20 000 Postsendungen in alle Welt zu verschicken – bleiben wir doch mal auf dem Boden des Möglichen!
Nun zum eigentlichen Grund meines Schreibens:
Man mag bemängeln, dass die Verantwortlichen (Rektor bis Politik) nur verlauten lassen „hörn wir uns mal an, was sie denn fordern“ und nichts Tun, was unseren (veröffentlichten) Forderungen entspricht. Aber dennoch müssen wir ihre Gesprächsangebote nutzen, um auch aktiv und konstruktiv mitgestalten zu können und unseren Forderungen Gewicht zu verleihen.
Wie die Stuttgarter Zeitung unter http://www.stuttgarter-zeitung.de/campus berichtet, gibt es bis zum 15. Januar die Möglichkeit, Themen und Anregungen unter http://www.bologna.mwk.baden-wuerttemberg.de vorzubringen, die die Beteiligten Anfang März auf einem Kongress diskutieren können.
Dies sollten wir rege nutzen, um zu zeigen, dass wir uns nicht nur mit erhöhten finanziellen Zuwendungen (wie dem BAföG) zufrieden geben, sondern auch strukturelle Reformen für nötig halten.
Stichwort Demokratie und Beteiligung: Beispielsweise die Überarbeitung das Landeshochschulgesetzes, welches die „studentische Unterbesetzung“ im Unirat regelt (wie von Björn in der Besetzt-Zeitung berichtet).
Ich bin passiver zuschauer aus der Uni Vaihingen.
Erstens:
Ja jeder wusste das heute um 13 VOLLversammung war! Jeder der heute an der UNi war konnte die großen banner auf denen alles stand sehen. Desweiteren waren überall Flyer schon seit tagen ausgelegen und ausgeteilt worden. Ich kenne keinen der das nicht mit bekommen hat.
Zweites:
850 personen ist rießig für die uni. Es wären bei weitem mehr gewesen (ich inklusive) wenn man als Naturwissenschaftler und Ingeneur nicht ständig praktikas mit anwesendheitspflicht hätte. die die nicht da waren selberschuld. die wird es vermutlich interessiert haben. wenn einem dieses Thema wichtig ist liegt es nur nahe dort hinzugehen und seine meinung zu äußern, also demokatisch ausdrückt das man es nicht gut findet. Und wieviele das sind die den Protest nicht gutfinden von den Leuten die sich dafür interessieren sieht man ja
Toll das in Stuttgart Protest statt findet! Hätte ich nie gedacht. Dickes kompliment weiter so.
Hallo zusammen,
ich möchte kurz anmerken, dass die Besetzenden auch nach dieser Vollversammlung bisher nirgends die Formulierung “die Studierenden der Universität Stuttgart stehen hinter uns” benutzt haben.
In obigem Artikel steht “Eine überwätigende Mehrheit auf beiden Versammlungen stimmte bei der Abstimmung mit „Ja“. Bei insgesamt 21 Gegenstimmen (17 Vaihingen und 4 Stadtmitte) und 14 Enthaltungen (8 Vaihingen und 6 Stadtmitte) stellen die streikenden StudentInnen einen unglaublichen Rückhalt in der Studierendenschaft fest [...]“, was meiner Meinung nach ganz klar besagt, dass die Studierenden die bei der Vollversammlung teilgenommen haben, mit großer Mehrheit hinter den Besetzenden und ihren Forderungen stehen. Es wird nirgends davon geredet, dass man nun legitimiert ist, diesen Protest und die Besetzung fortzusetzen. Es ging um ein Meinungsbild.
@ Alex: ich glaube es Dir sofort, dass Du was gesagt hättest wenn Dein Job dadurch nicht gefährdet wäre… Komisch nur, dass sicher viele da waren, deren Job (also studieren) sicher nicht gefährdet wäre wenn sie sich negativ geäußert hätten oder gar eine Gegenrede gehalten hätten, und die aber trotzdem nichts gesagt haben. Die Möglichkeit wäre da gewesen, es hat niemand gemacht. Und welcher Politiker stellt sich bei seiner persönlichen Wahlveranstaltung einen Gegenredner vorne hin?!
Ich frage mich auch, warum es keine “Gegengruppen” gibt, wenn doch angeblich “so viele” dagegen sind.
Ich find’s gut was passiert, ich freu mich dass es engagierte Studenten gibt. Und angesichts der Tatsache, dass 76 (!!!) Unis in Deutschland besetzt sind, gehe ich persönlich davon aus, dass die große Mehrheit dafür ist.
Muss das sein?
Warum müssen Räume und Lehrmittel versperrt werden?Ihr beißt doch ins eigene Fleisch!Was will man mit einer Raumbesetzung bezwecken?
Ich darf dafür nun täglich 30min früher lospendeln!
Poetryslam und Party?Ist eine Demo eine Party?NEIN!
Habt ihr euch im Hörsaal mal umgeschaut(17.01) es sieht aus, als ob unerzogene, abge***** Studenten dort rumgammeln und druaf warten, dass Frau Schavan in den Saal spaziert und mit euch ein Bierchen trinkt!
Es wirkt einfach lächerlich!
Und JA ich komme aus Vahingen und JA ich würde gerne mit einer Gruppe den Raum wieder kapern und euch wegnehmen, denn SO sieht kein “intelligentes Demonstrieren” aus!
Zusätzlich: Fordert mal wenn dann schon was konkretes und nicht x-beliebige Änderungsvorschläge!
Hey, such dir doch ne Gruppe Studenten, kapere den Hörsaal und zeig allen wie „intelligentes Demonstrieren“ aussieht! Und wenn du dann schon an der Uni Stadtmitte bist, besuch bitte gleich ein paar Seminare in Linguistik, vozugsweise Syntax, und feile an deiner Sprache, denn SO wird dir sicher niemand zuhören!
Zur Info zwischendrin:
unter http://www.uni-stuttgart.de/studiengebuehren/ kann man sich nicht nur die Verteilung der Gebühren ansehen, sondern als Student auch kommentieren!
Leider scheint bisher noch niemand davon Gebrauch gemacht zu haben…
@Lisa
Danke ich verzichte auf einen Kurs über Syntax&Co!
Ich lege auch keinen Wert darauf hier mein feines Deutsch auszupacken!
Ich war schon in eurem Raum und hab zusammen mit meinen Jungs ein bisschen rumgetobt!Als ich sagte, dass ich den raum zurückerobere und wieder alles seinen Alltag findet haben die anwesenden Leute erst einmal gestockt, denn wir standen zu 10 da!
Genial wäre es schon,leider haben dann die wenigsten doch den Mumm das durchzuziehen!!”Wir”(Ich spreche nicht für alle!) aus Vahingen würden uns darüber freuen, denn dann können wir uns wieder den schönen Sachen des Lebens widmen, der Naturwissenschaft!
Ein herzliches Hallo an den Gegner (das klingt fast bedrohlich).
Ich frage mich wieso Du Dich nicht jetzt schon “den schönen Sachen des Lebens widmen kannst”, es hindert Dich doch niemand daran. Ok, vielleicht hast Du eine Veranstaltung, die eigentlich in dem zur Zeit besetzten Hörsaal statt findet, dann ist das natürlich ein “Einschnitt” in Dein Leben und Dein Studium. Aber mal ehrlich: nur ein sehr kleiner. Widme Dich doch einfach Deiner “Naturwissenschaft” und ignoriere den Protest.
Hörsaalbesetzungen sind nicht dazu da Veranstaltungen ausfallen zu lassen. Die meisten Veranstaltungen finden auch nach wie vor statt, sie werden nur verlegt. Dieser Hörsaal und viele andere in Deutschland sind besetzt, weil wir Aufmerksamkeit wollen, damit man uns zuhört und uns ernst nimmt. Damit die Politiker sehen, dass wir uns nicht zufrieden geben und alles hinnehmen. Wie sähe denn Deiner Meinung nach ein “intelligenter Protest” aus?
>Zusätzlich: Fordert mal wenn dann schon was konkretes und nicht x-beliebige Änderungsvorschläge!< Tun wir das? Wie sollen denn konkrete Forderungen aussehen und wie sehen unsere aus?
Du willst also dass alles wieder seinen Alltag findet? Dass wir und weitere Generationen weiterhin Studiengebühren zahlen? Dass die soziale Selektion weiter geht, weil ein Studium immer mehr davon abhängt aus welchem sozialen Umfeld Du kommst? Dass auch nach einem Bachelor-Abschluss die Selektion weiter geht, weil nur "die Besten" einen Masterplatz bekommen? Dass Studierende weiterhin so gut wie keinen Einfluß darauf haben welche Entscheidungen an der Universität getroffen werden?
Du willst das alles so bleibt wie es jetzt ist? Du willst also auch keinen "intelligenten Protest" sondern gar keinen?
Vielen Dank für diesen Eintrag.
Das kann ich nur unterstreichen.
Ach, ignoriert doch den “Gegner” einfach. Der ist offenkundig nur ein doofer Druckwichser, permanent in Gedanken bei der Frage, wie er seine jetzt schon beachtliche Internet-Porno-Sammlung noch weiter optimieren kann. Der müsste einfach mal ordentlich von irgendner Romanistik-Tuse durchgebumst werden, dann käme er schon auf andere Gedanken…
Du machst es Dir ganz schön einfach, indem Du einfach nur andere beleidigst. Das ist wirklich unnötig und unfair. Es wäre schön wenn auch Du den Ton wahren könntest. Danke.
Ach, was soll denn das ganze “Seid-lieb-zueinander”-Gedöns. Ich bin für mehr Gewalt und Hass. –>
http://www.youtube.com/watch?v=sKBJdotb2Cc
Hi,
also ich kann dem Gegner nur zustimmen, was man da veranstaltet, dass ist keine Demonstration, sondern einfach nur eine Schweinerei. Es ist absolut widerlich sich in den Raum zu setzen, wenn der ganze Quatsch hier vorbei ist.
Und zu euren Forderungen wie z.b. Studiengebühren abzuschaffen, für jeden einen Masterplatz zur Verfügung zu stellen und den Wettbewerb “zu ersticken”, das ist einfach nur Kindergarten.
1. hat jeder die Möglichkeit keine Studiengebühren zahlen zu müssen, der muss sich nur auf seinen faulen Ar… setzen und was für die Uni tun. Wer Leistung bringt, braucht die 500€ nicht zu zahlen.
2. Für jeden einen Masterplatz??? schaut euch an, was heutzutage für dämlich Ingenieure da draußen rennen. Und warum??? weil sie ohne viel zu tun ins Diplom kommen konnten und dieses mit sonst welcher Note bekamen. Und nur weil jetzt die Besten einen hochqualifizierten Abschluss bekommen können, müssen sich natürlich all jene, die einfach zu faul sind und einfach zu dumm sind zu erkennen, dass Uni nur mit Partys und Nichtstun nicht zu meistern ist, dagegen aufbauen.
UND 3. Ohne Wettbewerb und Leistungsdruck kannst du vielleicht in den Sandkasten gehen und dort spielen, aber niemals in einen Beruf einsteigen.
Es ist einfach nur lächerlich und absolut kindisch.
disi, hast du schon einmal geschaut wie viele Leute in den Genuss kommen aufgrund ihrer Leistungen keine Studiengebühren zu zahlen? Hast du einmal daran gedacht, das es Leute gibt, die neben ihrem Studium arbeiten müssen? Die Studiengebühren erreichen eine soziale Auswahl schon vor dem Studium! Jeder der qualifiziert ist, sich aber aufgrund seines familiären Hintergrunds nicht traut ein Studium zu beginnen, ist ein verlorener Absolvent. Er verursacht durch sein nicht-Studium einen hohen Volkswirtschaftlichen schaden. Und das nur weil die Allgemeinheit unfähig war für Chancengleichheit zu sorgen und ihm ein kostenloses Studium zu ermöglichen.
Was die dummen Absolventen angeht, wie viele sind bei euch während des Vordiploms raus geflogen? Bei uns, Elektrotechnik, werden die vorhandenen Regeln streng umgesetzt. Da stellt man nicht einfach so einen Härtefallantrag und gut. So etwas erzeugt Leistungsdruck. Und zwar unabhängig von irgendwelchen Quoten. Quoten erreichen nur eine garantierte Kostenminderung für die Universität.
Im übrigen kann man einen Bachelor-Ingenieur einfach nicht auf die Wirtschaft los lassen. Der kann unabhängig von seinen Noten schlicht nichts!
Ich kann disi nur zustimmen. Die Leute in dem Saal sehen aus, so kann man doch niemand ernst nehmen.
Zu den Forderungen:
1. Wer Geld hat (wie wir Julis und JUler), kann die Studiengebühren zahlen. Wer keins hat, hat die Möglichkeit ein Darlehen aufzunehmen. Was ist daran ungerecht? In der freien Wirtschaft werden Investionen auch fremdfinanziert. Warum sollte das in der Bildung anders sein? Den Kredit zahlt man dann vom hohen Einstiegsgelt ab. Wie, Geisteswissenschaftler verdienen wenig? Dann studiert halt was nützliches! Wir brauchen Ingenieure, keine Hinterweltler.
2. Einen Masterplatz dürfen nur die besten bekommen. Es sollte Master auch nur im technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Bereich geben. Die Universitäten müssen sich auf gesellschaftsnützlichen Fächer konzentrieren. Es kann nicht sein dass die Gesellschaft zweckfreien Bimbam wie “Philosophie” 20 Semester lang finanziert.
3. Wettbewerb ist das beste was den Unis passieren kann. In den letzten 20 Jahren sind Strukturen entstanden die nicht mehr tragbar sind. Man muss sich heute fast schämen wenn man BWL oder Technik studiert. Es wird Zeit, dass die Philosophie diesen Platz einnimmt. So wie es sich für eine ordentliche Gesellschaft gehört.
Es ist nur lächerlich und kindisch!
Was du vorschlägst könnte gelten wenn die Universitäten komplett von den Studenten finanziert würden. Es ist allerdings so, das die Allgemeinheit die Universitäten durch Steuermittel finanziert. Insofern ist allen ein gewisses Recht zuzubilligen an einer Universität zu studieren.
Die Ausbildungskosten zahlt man später in Form erhöhter Steuereinnahmen für den Staat und eines Gewinns für die Volkswirtschaft zurück.
Die Fremdfinanzierung von Universitäten ist nicht das Mittel der Wahl um eine freie Forschung zu erreichen. Universitäten sind nicht dazu da Unternehmen Einsparungen bei ihren Forschungsausgaben zu ermöglichen! Vergleiche dazu einfach die Gehälter die von der Universität gezahlt werden mit denen in der Forschungsabteilung eins größeren Unternehmens. Ich könnte dir mindestens ein Beispiel eins Instituts nennen, das engstens mit der Wirtschaft verbandelt ist, die Qualitätsmanagements vorgaben genauestens einhält (auch im Internet einsehbar), aber dessen Professor die schlechtesten Vorlesungen der Fakultät hält!
Ob ein Absolvent der Philosophie keinen Beitrag in der Volkswirtschaft liefern kann möchte ich bezweifeln. Ob Stuttgart als Hauptstadtuni Philosophie anbieten muss ist auch fraglich. Anderseits benötigen die “Geistler” nicht annähernd so viel Kapital wie die Ingenieure für einen Technologiepark. Eventuell müssten sich die Hochschulen Stuttgarts um ein Orthogonalers Fächerangebot bemühen.
Das jemand 20 Semester Philosophie studiert, wurde mit den alten (Langzeit-)Studiengebühren schon gebremst.
Ob mehr Wettbewerb an den Universitäten fruchtbar ist wage ich zu bezweifeln. Ich würde da eher nach wissenschaftlicher Kompetenz schauen. Vor allem sollte die Lehre mancherorts einen höheren Stellenwert bekommen. Die einen Professoren bereiten sich auf jede Vorlesung vor, halten die Vorlesung frei, können die Themen anschaulich erklären. Die anderen Professoren engagieren sich im Wettbewerb, bauen tolle Schaumaschinen und schmusen mit der Politik. Was ist dir lieber?
Noch eines, Juli, wo lebst du das du dich für einen Technikstudiengang schämen musst? Wärst du möglicherweise besser beraten in einem Land mit Angelsächsisch geprägtem Hochschulsystem, mit weitgehender Privatfinanzierung zu studieren?
Zweckfreier Bimbam wie “Philosophie”, das ist wirklich gut
…Lenin meinte ja einmal, die Philosophie sei der Holzweg der Holzwege. Ich find jedenfalls Bummelstudenten cool! Hab auch kein Bock zu arbeiten. Sollen doch die arbeiten, die unbedingt arbeiten wollen, und kräftig Steuern zahlen; Stütze ist doch auch fett. Arbeit ist scheiße, MMORPGs rule!